Karibu-Welcome

Fr

13

Dez

2013

Lager in Nakuru

Am Montagmorgen verluden wir die Kinder in den Bus und machten uns auf den Weg Richtung Nakuru. Ein Mitglied unserer Kirche hat dort eine Ferienanlage und mit einer Gruppe Jugendlicher, hatten sie für Maisha Mema ein Lager organisiert. Die Teacher aus Soweto, sowie wir aus Tigoni, begleiteten unsere ungefähr 110 Kinder ins Camp. Während den nächsten Tagen, hatten die Kinder ihr Programm, bei dem es vor allem darum ging, Talente zu entdecken und für Präsentationen vorzubereiten. Wir als Maisha Mema Team, waren mehr oder weniger dort, um auf die Kinder aufzupassen. In diesen Tagen lernte ich viele der Kinder noch einmal besser kennen und obwohl es manchmal anstrengend wurde (zum Beispiel wenn ich am Abend in 8 Zimmern Nachtruhe machte), konnte ich es geniessen. Während die Kinder im Programm waren, halfen wir in der Küche, sassen im Garten und tranken Chai, nahmen selbst am Programm teil oder spielten Dart, was für uns alle mehr oder weniger ein Glücksspiel war ;). Wenn die Kinder aus ihrem Programm kamen, setzte ich mich irgendwo hin mit ein paar Kindern und besonders die Mädchen aus Soweto genossen es, mir die Haare zu machen. In diesen Tagen merkte ich noch einmal mehr, wie wichtig dass es ist, diesen Kindern mit Verständnis und Geduld zu begegnen. Sie alle haben ihre ganz eigene Geschichte und um ihre wilde und laute Art zu verstehen, muss man immer daran denken, woher sie kommen. Und wenn sie sich einem öffnen, ist es so wichtig einfach ein offenes Ohr zu haben, um das zerbrechliche und trotzdem so starke Vertrauen nicht zu zerstören... Als wir dann am Freitag wieder zu Hause ankamen, wurde mir plötzlich bewusst, dass das Ende des Lagers für mich bedeutete, dass die letzte Woche hier angefangen hat. Und um diese Woche noch einmal richtig zu geniessen, ist es nötig einfach nicht an Morgen zu denken, sondern einfach jeden einzelnen Moment aufzusaugen und zu geniessen...

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Di

03

Dez

2013

3 Tage at Ushago

Schon lange hatten Leah und ich geplant, ihre Eltern Besuchen zu gehen. So machten wir uns am Montagmorgen auf den Weg nach Nyeri (Ushago --> Swahili für "auf dem Land"). Schon als wir dort ankamen, wurden wir herzlich in Empfang genommen von ihrer Schwester (Ann), die uns entgegen rannte. Sie war dabei Chapati zuzubereiten und setzte sofort Chai auf für uns. Den ganzen Abend sassen wir in der Küche beim Feuer und ich fühlte mich dort so richtig wohl. Die nächsten beiden Tagen verbrachten wir vorallem mit schlafen, kochen, essen, Chai trinken und die beiden erzählten mir Geschichten aus ihrer Jugend und wie es war auf dem Land aufzuwachsen. Ich konnte mir alles so gut vorstellen und hätte wohl noch lange hinlosen können. Am Dienstag wurden zwei Söhne von Ann getauft, also sassen wir in der Kirche und warteten darauf, dass der Taufgottesdienst anfing (was dann auch tatsächlich passierte, mit 2 Stunden Verspätung versteht sich). Bevor wir am Mittwoch dann wieder abreisten, unternahmen wir eine kleine Wanderung zum Fluss, der unten im Tal durchfliesst. Früher mussten sie dort beinahe täglich hinabsteigen, um Wasser zu holen oder die Kleider zu waschen. Als wir am Mittwochabend nach beinahe 5 Stunden Reisezeit wieder zu Hause ankamen, fühlte ich mich erholt und vorallem vollgegessen :)

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Fr

29

Nov

2013

Immigration office

Bei der Einreise in Kenia, muss man für ein Touristenvisum beantragen, welches 3 Monate lang gültig ist. Da mein Visum am kommenden Dienstag ungültig wurde, besuchten Marianne und ich das Immigrationsbüro in Nairobi. In den letzten 13 Jahren in denen Marianne und Jonny nun schon in Kenia sind, war es kein einziges Mal ein Problem gewesen, ein Visum zu verlängern. Also meldeten wir uns nichts Böses ahnend an einem Schalter und wurden dann ziemlich böse überrascht. Die nicht sehr freundliche Frau (ist sehr milde ausgedrückt) am Schalter gab uns ziemlich klar zu verstehen, dass es seit 2 Wochen keine Möglichkeit mehr gäbe, ein Visum zu verlängern. Der Grund für diese Änderung wurde uns später erklärt. Bei der Westgateattacke vor ungefähr 2 Monaten, hatten einige der Terroristen kenianische Pässe, die eigentlich keine haben sollten...Ich kam mir machtlos vor und wäre Marianne nicht mit mir dort gewesen, hätte ich wohl aufgegeben. Aber nicht sie. So begann unser Rundgang im Immigrationsbüro. Wir wurden von einem Schalter zum nächsten geschickt, besuchten den Chef und standen 3 Stunden lang in einer Schlange, um mit geringer Chance auf ein Ja, um eine Verlängerung zu flehen. Als es Mittag wurde, schickten sie uns alle weg und erwarteten uns 1 Stunde später wieder. Wir nutzten die Gelegenheit, um meine Flugbestätigung auszudrucken, um zu beweisen, dass ich das Land am 21. Dezember verlassen werde. So kamen wir zurück und Marianne meldete sich wieder beim Chef, der sie zuerst einmal anschrie, bis sie merkten, dass er sie für jemanden anderen hielt. Er nahm sich dann unser noch einmal an, verschwand irgendwo in einem Büro, kam zurück und führte uns ohne Worte zurück in sein Büro. Dort drückte er mir den Pass in die Hand und sagte nur "You`ve got one more month. Now go home." Als ich dies hörte, war es mir total egal, wie unfreundllich und kenianisch die letzten Stunden gewesen waren, Hauptsache war, dass ich nicht 4 Tag später verfrüht das Land verlassen musste...

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Do

21

Nov

2013

Simons Graduation

Der letzte Schultag der Kinder bedeutete für mich ein letztes Mal um 5Uhr aufstehen. Als die Kinder gegangen waren, putzte ich die Küche und wusch Geschirr, während Michael bei mir sass und sein Frühstück genoss. Mit seiner lustigen und süssen Art unterhielt er mich fortlaufend und obwohl wir beiden immer noch Kommunikationsprobleme haben (neben Kikuyu und einigen Wörtern Swahili versteht er nich viel), verstanden wir uns wunderbar. Mit Michael, Shakira und zwei jungen die auf Besuch waren, gingen Mama Joy und ich zur Schule, wo Simons Graduation stattfand. Hier haben Kinder eine Graduationfeier, wenn sie von der Vorschule zur 1. Klasse wechseln. Eine Stunde zu spät und trotzdem immer noch pünktlich (schliesslich ist in Kenia 10.59 Uhr immer noch 10 Uhr), begann dann die Graduation mit Präsentationen der aufgeregten Kinder, die in ihren Uniformen unglaublich süss aussahen. Nach vielem Gerede von verschiedenen wichtigen Personen, die eigenlich alle das selbe sagten, nur in anderen Worten, begaben wir uns am Nachmittag wieder auf den Heimweg. Kurz darauf brachte Mwangi, Pauline (das Mädchen das gerade die 8. Klasse abgeschlsosen hat) und mich mit dem Motorbike zu Janet, wo wir zum Nachtessen eingeladen waren. Bevor wir aber zum Essen kamen, brachte uns Janets Tochter zu ihre Bruder und seiner Frau. Dort wurden wir herzlich in Empfang genommen und schon wollte seine Frau unbedingt für uns Kochen und wir mussten ihr dann erklären, dass schon für uns gekocht wurde und wir nicht 2 Nachtessen vertragen ;)

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Di

19

Nov

2013

Arbeiten bis zum Umfallen

Wie die letzten Tage, bereitete ich auch an diesem Morgen das Frühstück vor. Das bedeutete für mich, um 5 Uhr aufstehen, Frühstück vorbereiten, Kinder wecken, Essen geben und zur Schule schicken, Frühstück für die Angestellten bereitstellen und dann die Küche säubern. Nach 4 Stunden waren die Innen- sowie die Aussenküche sauber und ich gönnte mir mein Frühstück. Kurz danach zurück in die Küche, um Chai zu kochen. Alle Festangestellten bei Maisha Mema hatten einen Erste-Hilfe-Kurs, was für mich die Verantwortung in der Küche bedeutete. Mit einem der Mädchen, das die Schule gerade abgeschlossen hatte und 3 Highschoolschülern, kochte ich das Mittagessen. Nachdem dies serviert war und sie mit dem Kurs weitermachten, wusch ich Shakira und begab mich zurück in die Küche, wo ein Berg voller Pfannen und Geschirr auf uns wartete. Kurz nach 15 Uhr ging ich extrem müde ins Haus, trank einen Kaffe, legte mich kurz hin und 45 Minuten später ging es zurück in die Küche, wo ein Berg Sukuma (eine Art Spinat) darauf wartete zubereitet zu werden. Als wir endlich alles gewaschen und geschnitten hatten, versuchte ich mit einem der Mädchen einen Shiko (darauf kochen wir normalerweise) anzuzünden und mit einer halben Rauchvergiftung legte ich mich kurz aufs Bett. Da es nicht genügend Stühle hatte, ging ich an den Kindertisch und nahm Simon auf meinen Schoss. Während Esther, Felix, Michael und Simon alle mit mir redeten und irgendetwas von mir wollten, versuchte ich noch irgendwie Shakira zu füttern. Und ich war ziemlich erstaunt wieviel Energie und Geduld nach einem solchen Tag noch in einem stecken kann, geht es um Kinder die man so ins Herz geschlossen hat :) Total erschöpft fiel ich dann ins Bett und schlief so gut wie sohl schon lange nicht mehr...

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Sa

16

Nov

2013

An other day in paradise

Schon als ich am Morgen erwachte, um Frühstück zuzubereiten, war die Sonne gerade aufgegangen, was einen weiteren wunderschönen Tag hier in meinem afrikanischen Zuhause voraussagte. Ich liebe es als erste in der Küche zu sein, in aller Ruhe Tee zu kochen und für alle Brot zu bestreichen. Um 6.30 Uhr kommt normalerweise der erste Arbeiter um zu melken, dann folgen die anderen Arbeiter und von 7.30 Uhr an ist es ein sehr lebendiger Platz :) Nachdem ich die Kinder wecke, kommen sie langsam in die Küche und geben mir eine "guten Morgen Umarmung", was 30 Umarmungen schon am Morgen früh bedeutet :) Nachdem ich in der Küche fertig war, half ich einigen Arbeitern beim Wassertänke säubern. Das bedeutete oben auf dem Wasserturm zu sitzen, die Aussicht zu bestaunen, die Sonne zu geniessen und Wasserkübel für Wasserkübel auszulehren. Am Nachmittag nahm ich den Donutteig nach draussen und schon hatte ich einige Kinder um mich, denen ich zeigte, wie man die Donuts formen muss. Als die über 100 Donuts fertig waren, legte ich mich zu den älteren Mädchen aufs Feld und während wir sangen und redeten, bekam ich gleichzeitig eine Massage. Vor dem Nachtessen spielten wir dann mit den Arbeitern zusammen Volleyball wie schon die Tage zuvor und gerade als diese gehen wollten, kam ein riesen Gewitter, welches sie zwang beinahe eine Stunde zu warten, da es so stark regnete. Ich war richtig beeindruckt vom starken Regen, der es erschwerte miteinander zu reden, da man kaum etwas anderes hören konnte, als die Regentropfen die auf die Blechbedeckungen prasselten. An Tagen wie diesem fühle ich mich so entspannt und ich könnte mir nicht vorstellen, dass es irgendetwas anderes gibt, dass mich glücklicher machen könnte, als mit diesen Kindern das Wochenende zu geniessen.

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Mo

11

Nov

2013

Zurück im Alltag

Um 6.30 Uhr machte mir mein Wecker klar, dass es für mich an der Zeit war, mein geliebtes Bett zu verlassen und aufzustehen :) Ein Blick aus dem Fenster zeigte mir, dass es wohl die ganze Nacht durchgeregnet hat. Die Regenzeit hat begonnen und schon als ich gestern im Bett lag, hatte es angefangen zu regnen. Ich glaube nicht, dass ich je zuvor so starke Regenschauer gesehen oder gehört habe. Und dazu kam noch ein Gewitter, wessen Donnergrollen so stark war, dass die Scheiben klirrten und die Alarmanlage des Autos von der Erschütterung anging... Trotz dem nassen Grau fand ich meinen WEg doch tatsächlich in die Aussenküche und setzte Tee für die Kinder auf. Während diser langsam aufkochte, bestrich ich 100 Brotscheiben und weckte die Kinder. Die verschlafenen Gesichter und die warmen Umarmungen zeigten mir, dass es sich sehr wohl gelohnt hat, aufzustehen :) Nach langer Zeit kochte ich wieder einmal für Marianne, Jonny und mich (italienisch versteht sich :)
Den Nachmittag verbrachte ich damit, Kinder auf der Schaukel anzustossen, einem Besuch im Treibhaus mit Wakariuki, Erlesen von hunderten von Bohnen und dem Vorbereiten des Nachtessens. Schon vor dem Mittag, hatten sich die Wolken aus dem Staub gemacht und so konnte ich dabei die warme Nachmittagssonne geniessen.

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Fr

08

Nov

2013

Mama na Baba Carina are leaving Kenya

Nach einer Woche Safari und einer Woche Tigoni, verbrachten wir die letzten fünf Tage in Mombasa am Strand. Es war um einiges wärmer dort, auch immer noch,nachdem esam 4. Tag zu regnen begann. Ich war es mir überhaupt nicht mehr gewohnt einfach den ganzen Tag zu faulenzen und nicht viel mehr zu tun, als zu baden, in der Sonne zu liegen, zu essen oder zu schlafen. Und es war irgendwie komisch solche schon eher luxuriöse Ferien in dem Land zu verbringen, in dem ich zum ersten Mal Armut gesehen habe. Trotzdem konnte ich es sehr geniessen, auch gerade die Eltern noch ein wenig zu haben und es tat mir auch gut. Aber schon ziemlich bald vermisste ich die Kinder, weshalb es auch nicht schlimm war, als wir am Freitag wieder zurück nach Nairobi kamen. Noch an diesem Tag, stiegen meine Eltern ins Flugzeug und flogen wieder zurück in die Schweiz. Es war eine sehr schöne Zeit und extrem wertvoll ihnen alles zeigen zu dürfen, was mich in den letzten Monaten so geprägt hat. Als ich sie noch zum Flughafen brachte, wurde mir bewusst, dass ich auf den Tag genau 6 Wochen später selbst wieder in ein Flugzeug steigen werde. Die Zeit ist so schnell vergangen und ich fragte mich, ob ich wirklich bereit bin, diesen wunderschönen Ort und all diese lieben Menschen schon in 6 Wochen verlassen kann...

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Do

31

Okt

2013

Elephantenwaisen und Perlenfabrik

Um 11 Uhr begann im Nairobi Nationalpark die Fütterung der Elephantenbabys an. Ziemlich genau auf die Minute, kamen wir dort an, als schon die süssen kleinen Elephanten dahergetrampelt kamen. Die süssen Elephanten wurden alle irgendwo alleine gefunden, die meisten kurz vor dem Verhungern. Also wurden sie dort aufgenommen und werden dann mit ungefähr 5 Jahren wieder ausgesetzt. Während der nächsten Stunde schauten wir ihnen zu, wie sie hungrig aus den Flaschen tranken, mit dem Ball spielten, sich aufeinander setzten oder im Dreck wälzten. Ich habe selten solch süsse Tiere gesehen und hätte doch glatt einen eingepackt. :) Dann brachte uns Njuguna, unser Fahrer weiter zu einer Fabrik Namens Kazuri. Die Idee der Gründerin war es, Singlemütter Arbeit zu geben, die sonst in der Gesellschaft oft ziemlich zu kämpfen haben. Heute sind dort 340 Frauen beschäftigt und stellen unter anderem wunderschönen Schmuck her. Alles wird von Hand gemacht und ist sehr professionell. Wir alle waren sehr beeindruckt von der ganzen Fabrik und auch von der Tatsache, dass hier vor allem Frauen arbeiten, oder Männer die in einer schwirigen Lebenslage sind und hier Unterstützung bekommen.

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Mo

28

Okt

2013

Blue Cross Korogocho

Das Wochenende hatten wir vor allem im paradiesischen Tigoni verbracht, nachdem wir am Samstag angekommen waren. So war der Montag ein totaler Tapetenwechsel. Früh Morgens machten wir uns auf den Weg nach Soweto. Wir wurden herzlich von den Morgenkindern begrüsst und meine Eltern bekamen eine Einführung von der Sozialarbeiterin, die ihnen alles erklärte und einige Geschichten erzählte...  Nach ein paar Früchten, ging es mit Mkala (eine der Lehrerinnen in Soweto) weiter nach Mathare. Dort wurden wir von 2 jungen Voluntären der Blaurkreuz Arbeit Korogocho abgeholt. Zu siebt quetschten wir uns ins Auto und fuhren nach Korogocho. Korogocho ist weit und breit das gefährlichste Slum; Alkohol, Drogen und Kriminalität machen das Leben der Menschen dort schwer. Eine Gruppe an etwa 30 Menschen warteten dort auf uns. Sie alle hatten schwere Probleme mit Alkohol, Dorgen oder Kriminalität und versuchen ihr Leben mti Hilfe des Blauen Kreuzes wieder in den Griff zu bekommen. Die meisten begrüsstenuns freundlich und vergaben uns, dass wir 1 Stunde zu spät kamen, was ja eigentlich sehr kenianisch ist :) Während der nächsten Stund erzählten einige von ihnen ihre Geschichte, die alle ziemlich traurig waren. So viele Menschen in den Slums greifen zu solchen Mitteln, da sie total verzweifelt sind und keinen Ausweg mehr sehen. Sie glauben, dass sie am Tiefpunkt angekommen sind und dass es keine Hoffnung mehr gibt, eines TAges wieder diesen Ort verlassen zu können... Dann gingen wir mit ungefähr 10 Männern, die vorallem zu unserer Sicherheit mitkamen, durch Korogocho und sie zeigten uns ein wenig das Leben dort. Korogocho grenzt an den "Abfallberg" von Nairobi. Aller Abfall von ganz Nairobi wird dort hingebracht. Menschen haben angefangen dort den Abfall zu erlesen und versuchen so ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Ungefähr 5000 Menschen leben davon,doch man lässt sich dort besser nicht blicken. Gerade letzte Woche wurde dort einer der Bluecross Arbeitern erschossen... Es war sehr eindrücklich zu sehen, wie Veränderung durch BLuecross gebracht wird und vor allem Däd war davon begeistert. 

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Sa

26

Okt

2013

Lake Naivasha

Am Donnerstag ging es dann weiter von Masai Mara nach Naivasha, eine Ortschaft die an einem See liegt. Nach einigen Stunden Fahrt, kamen wir in unserem Ziel und nach dem einchecken, gingen wir an den See, wo wir in ein kleines Boot stiegen. Schon die Fahrt über den See zur Crescent Island war unglaublich schön. Der Wasserspiegel ist in den letzten Jahren ziemlich gestiegen, deshalb ragen aus dem seichten Wasser überall Bäume heraus, durch die wir uns hindurchschlängelten. Auf den Baumkronen hatten sich beinahe hunderte von Vögel niedergelassen und ihre Nester gebaut. Im Wasser genossen Nilpferde die Nachmittagssonne. Auf der Insel angekommen, bekamen wir einen Führer, der mit uns über die Insel spazierte. Wir waren weit und breit die einzigen Menschen neben vielen Wildtieren, wie Giraffen, Zebras, Gnus und Gazellen, die in aller Ruhe grasten. Die Farben waren sehr intensiv und die Landschaft eine wunderschöne Kulisse. Ich glaube nicht, dass ich je an einem friedlicheren Ort gewesen bin und hätte dort noch weitere Stunden bleiben können. Ein wunderschöner Sonnenuntergang krönte den Abschluss des Tages. Am Freitag machten wir uns auf den Weg zu einem Park namens Hellsgate. Dort stiegen wir in eine Schlucht herunter, die den Arbeitsweg darstellt für viele Masaimänner, die in Hellsgate arbeiten. Wie am Tag zuvor waren wir die einzigen Menschen, was es noch viel eindrücklicher machte. Als wir wieder herausgeklettert waren, gingen wir zu einem anderen See namens Green Crater Lake. Dort tümmelten sich hunderte von Flamingos im Wasser, die sich anscheindend von Nichts aus der Ruhe bringen liessen. Am Samstag traten wir den Heimweg an nach Tigoni, wo meine Eltern zum ersten Mal auf all die süssen Kinder und die lieben Mitarbeiter von Maisha Mema trafen. Auch wenn die Safari noch so schön gewesen war, war es ein gutes Gefühl wieder zurück zu sein, so Kinder können einem schön extrem fest ans Herz wachsen :)

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Do

24

Okt

2013

Masai Mara

Am Montagabend sind meine Eltern in Nairobi gelandet. Nachdem ich sie am Flughafen überrascht und sie mit Njuguna in ihrem Hotel abgeladen hatte, ging ich noch für eine Nacht nach Tigoni, bevor es am Dienstagmorgen mit der Safari losging. Noch am selben Tag an dem wir angekommen waren, hatten wir unseren ersten Gamedrive durch den riesengrossen Masai Mara Nationalpark. In den kurzen 2 Stunden, konnten wir schon extrem viele Tiere entdecken und waren schwer beeindruckt von der riesen Elefantenherde, die gemütlich die Strasse überquerte. Auch den ganzen Mittwoch verbrachten wir im Park und die letzte Fahrt am Donnerstagmorgen war ein wunderschöner Abschluss. Im weichen Sonnenlicht konnten wir ein ganzes Löwenrudel beobachten und bekamen sogar noch einen der so seltenen Leoparden zu Gesicht. Es war ein unglaubliches Erlebnis. All die wunderschönen, scheuen und teils gefährlichen Tiere, haben uns in Staunen versetzt und ich hätte noch Stunden lang durch den Park fahren können, auf der Ausschau nach noch mehr Tieren...

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So

20

Okt

2013

What does the Fox say

Am Freitag ist hier eine Gruppe von Norwegischen Schülern angekommen. Die Schule, von der sie kommen, ist ein grosser Sponsor von Maisha Mema und wählt deshalb jedes Jahr eine Gruppe Schüler aus, die dann das Projekt besuchen und sobald sie zurück in Norwegen sind, machen sie in der ganzen Schule Präsentationen und sammeln so Geld für Maisha Mema. So waren wir am Samstag mit ihnen in Soweto, wo sie zum ersten Mal zum Lied "what does the Fox say", welches von 2 norwegischen Komikern erfunden wurde, tanzten. Es war echt lustig die Gruppe inklusive Schulleiter performen zu sehen. Am Samstag und Sonntagnachmittag spielten wir multikulturellen Volleyball ;) Dabei wurden 5 verschiedene Sprachen gesprochen und Spass war eindeutig vorrängig. Am Sonntagabend installierten sie dann eine Musikanlage draussen und während Stunden, tanzten wir alle zusammen, von der kleinen Shakira, bis zum grauhärigen Schulleiter, im Mondschein und hatten unseren Spass. Auch der Foxtanz wiederholten wir mehrere Male, bis die Kinder Text sowie Tanz auswendig konnten :).

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Fr

18

Okt

2013

Schwimmen und Shopping

Nach meinem Frühstück mit Shakira, gesellte ich mich zu Wakariuki und Janet, die dabei waren Kleider zu waschen. Eigentlich wartete ich auf Mama Joy, da sie mich gefragt hatte, ob ich mit ihr schwimmen gehen würde. Also hängte ich die sauberen Kleider auf, bevor wir uns auf den Weg machten. In der heissen Vormittagssonne gingen wir dann gemütlich zu Fuss nach Tigoni, wo sich eine grosse Golfanlage befindet. Dort auf der Anlage, gibt es auch einen Swimmingpool. Als ich das Wasser sah, freute ich mich richtig auf den Sprung ins kalte Wasser und ich genoss es richtig herumzuplantschen wie ein kleines Kind, schliesslich hatte ich dies diesen Sommer in der Schweiz mehr oder weniger verpasst... Auch Mama Joy hatte ihren Spass, obwohl sie noch nicht so sicher ist, da sie dabei ist, schwimmen zu lernen. Als wir wieder zurück waren, bestellten Achieng und ich ein Motorbike und machten uns auf den Weg in die Stadt. Zur heissesten Tageszeit (die hier etwa um 15.00 Uhr ist), kamen wir in Nairobi an und es war wirklich so richtig afrikanisch heiss ;) Wir stiegen in der Nähe der Matatustation aus und kämpften uns während den nächsten Stunden durch den Kleidermarkt. Hätte mir jemand in diesem Moment angeboten mit mir Haut zu tauschen, ich hätte sofort zugestimmt. Es war wieder einmal ein Ort, wo sich Weisse nicht blicken lassen, deshalb wurde ich teilweise richtig am Arm gepackt und in einen Laden gezogen oder sie sagten mir Preise, von denen ich genau wusste, dass sie die meiner Hautfarbe angepasst hatten... Auch wenn es ein wenig anstrengend war, genoss ich es und auch Achieng hatte ihren Spass dabei, sich alle Namen zu merken, die mir gegeben wurden ;) Es war wirklich ein schöner und abwechslunsreicher Tag, den ich nicht so schnell wieder vergessen werde :).

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Mo

14

Okt

2013

Ein schwerer Abschied

Janet mit Familie und Nachbarn
Janet mit Familie und Nachbarn

Als ich gerade damit begann das Mittagessen vorzubereiten, kamen die Norweger und wollten unbedingt etwas helfen. So schnitten einige draussen Gemüse oder putzten den Essensraum, während ich einem 14-jährigen zeigte, wie man kenianischen Eintopf mit Ugali zubereitet. Da wir Avocados von unserem Baum hatten, bereitete ich Guacamole zu, da kam einer der Secondaryschool Schüler zu mir, der nur 5 Jahre jünger ist und meinte „Carina du bist eine echt gute Mom. Wäre ich noch nicht geboren, dann möchte ich dein Kind sein“ na das war wohl mal ein Kompliment ;)
Nach dem Essen trommelten wir Leute zusammen und spielten während etwa 3 Stunden in der extrem heissen Sonne Volleyball. Obwohl es ziemlich anstrengend war, hatten wir uns alle unseren Spass und ich liebte es mit so ganz unterschiedlichen Menschen zusammen zu spielen. Norweger, Kenianer und Schweizer von verschiedenen Altern und trotzdem funktionierte es, obwohl einige nicht sehr gerne verloren ;) Um 18.00 Uhr assen wir dann alle zusammen einen grossen Schokoladenkuchen, bevor die Norweger dann unter Tränen zurück reisten. Leah und ich machten uns dann auch sofort auf den Weg, das heisst wir liessen ein Motorbike kommen, das uns zu Janets Haus brachte. Sie hatte uns zum Nachtessen eingeladen, da auch ihre Tochter für Midterm zu Hause war. Es freute mich sehr auch Janets Mann kennen zu lernen und zu sehen wie sie wohnt. Und obwohl sie beide arbeiten, ist in diesem Haus keine Spur von Luxus vorhanden… Zwei Nachbarinnen kamen dann noch vorbei, um den Mzungu in Janets Haus zu grüssen und die Tochter der einen konnte kaum aufhören mich anzuschauen. Sie wollten, dass ich auch noch ihre Familien grüssen gehen und wieder einmal mehr, war ich von der kenianischen Gastfreundschaft und Herzlichkeit berührt… Wir riefen dann Mwangi an, um uns mit dem Motorbike nach Hause zu fahren. In der Ferne konnte man Nairobi sehen, es war eine sternenklare Nacht und weit und breit waren wir das einzige Fahrzeug. Leah und ich fanden beide, dass wir noch Stunden so hätten weiterfahren können, denn auf dem Motorbike fühlt man sich irgendwie immer so extrem frei und leicht.

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