Alex, Backen und Versteckis

Gestern Morgen half ich in der Aussenküche das Geschirr der Kinder abwaschen. Dort sprach ich lange mit der Hausmutter Mama Joy und Jeanette. Mama Joy erzählte mir viel aus ihrem Leben und aus ihrer Kindheit und obwohl ich es nicht wollte, kamen mir die Tränen. Ich weinte einerseits über so viel Ungerechtigkeit und andererseits über die Undankbarkeit so vieler Menschen in reichen und privilegierten Ländern. Es war wohl nicht die letzte Geschichte die ich zu hören bekommen habe und Marianne hat mir schon zu Beginn gesagt, dass es hier teilweise einfach wichtig ist, eine Art Hartherzigkeit zu bekommen, denn sonst hält man es einfach nicht aus mit all diesen traurigen Geschichten.Später ging ich dann mit Mama Angela zum wöchentlichen Einkauf auf dem grossen Markt in Limuru. Es war das erste Mal, dass ich mit einem Matatu fuhr. Auf dem Markt mussten wir Unmengen an Früchten und Gemüsen kaufen, da es für die nächsten 7 Tage reichen muss. Da ich weit und breit die einzige Weisse war, kam ich mir schon ein wenig ausgestellt vor, aber ich mochte es dort sehr. Überall war dieser frische Geruch von Gemüsen und Früchten und die Kinder überall grüssten mich scheuh. Der Abend verlief ähnlich wie wie die vergangenen Abende. Ich half das Nachtessen vorzubereiten und als die Kinder kamen, half ich denen mit den Aufgaben.
Heute stand ich dann ziemlich früh auf, da ich einen der Arbeiter Mwangi gefragt habe, ob er mir zeigen würde, wie man eine Kuh melkt. Obwohl ich ziemlich langsam war, kam zumindest etwas heraus :). Als ich damit fertig war, trennte ich etwa während den nächsten 4 Stunden Erbsen von der Hülle, von nun an werde ich Erbsen bestimmt viel bewusster essen ;). Nach einem Mittagessen mit Jonny und Marianne nahm ich mir ein wenige Zeit für mich und setzte mich in den Garten und genoss die Sonne, die hier wenn sie mal scheint, sofort extrem warm gibt. Mal schauen was Morgen auf mich wartet.

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