Sind wir denn Terroristen?

Am Dienstagabend ist eine Schweizerin in meinem Alter namens Patricia hier angekommen, die für die nächste Woche hier bleiben wird, um mehr über Maisha Mema zu erfahren, da ihre Maturarbeit von Schulbildung und ihre Wichtigkeit in Kenia handelt. Da wir uns auf Anhieb gut verstanden, verbrachten wir Stunden im Büro und redeten bis nach Mitternacht, was dazu führte, dass ich das erste Mal seit meiner Gymerzeit (wo ich ja bekanntlich ziemlich gerne ein bisschen länger im Bett blieb ;) ), wieder einmal verschlief und erst um halb 10 erwachte... Eine Stunde später gingen wir dann los auf den Märit und wenn es bis hierhin noch nie abenteuerlich gewesen wäre in den vergangenen Monaten, hätte sich dies spätestens diesen Mittwoch geändert. Schon als wir aus dem Matatu stiegen, hatte uns ein Betrunkener gesehen und lief uns erst einmal für einige hundert Meter nach und lallte vor sich hin. Dann kam plötzlich ein älterer Mann auf uns zu. In seiner Hand hielt er einen Stock, den er wild durch die Luft schwang und uns anschrie. Einige Männer mussten ihn dann gewaltsam zurückhalten, damit er nicht auf Patricia und mich losging und die umstehenden Menschen rieten uns, uns besser aus dem Staub zu machen. Sie erklärten uns, dass der Mann psychisch gestört sei und da man weiss, dass beim Terroranschlag im Westgate wahrscheinlich auch Weisse zu den Tätern gehörten, hätte er nun auch  uns für Terroristen gehalten. Und dann kam noch ein anderer Betrunkener, der uns die längste Zeit verfolgte und immer wieder einmal auftauchte... Ziemlich viele Eindrücke für den ersten Tag in Kenia und dann kam noch eine ganz kenianische Fahrt in einem Pickup dazu, in den wir uns alle quetschten und mit quetschen meine ich wirklich so richtig quetschen J

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