Ein schwerer Abschied

Janet mit Familie und Nachbarn
Janet mit Familie und Nachbarn

Als ich gerade damit begann das Mittagessen vorzubereiten, kamen die Norweger und wollten unbedingt etwas helfen. So schnitten einige draussen Gemüse oder putzten den Essensraum, während ich einem 14-jährigen zeigte, wie man kenianischen Eintopf mit Ugali zubereitet. Da wir Avocados von unserem Baum hatten, bereitete ich Guacamole zu, da kam einer der Secondaryschool Schüler zu mir, der nur 5 Jahre jünger ist und meinte „Carina du bist eine echt gute Mom. Wäre ich noch nicht geboren, dann möchte ich dein Kind sein“ na das war wohl mal ein Kompliment ;)
Nach dem Essen trommelten wir Leute zusammen und spielten während etwa 3 Stunden in der extrem heissen Sonne Volleyball. Obwohl es ziemlich anstrengend war, hatten wir uns alle unseren Spass und ich liebte es mit so ganz unterschiedlichen Menschen zusammen zu spielen. Norweger, Kenianer und Schweizer von verschiedenen Altern und trotzdem funktionierte es, obwohl einige nicht sehr gerne verloren ;) Um 18.00 Uhr assen wir dann alle zusammen einen grossen Schokoladenkuchen, bevor die Norweger dann unter Tränen zurück reisten. Leah und ich machten uns dann auch sofort auf den Weg, das heisst wir liessen ein Motorbike kommen, das uns zu Janets Haus brachte. Sie hatte uns zum Nachtessen eingeladen, da auch ihre Tochter für Midterm zu Hause war. Es freute mich sehr auch Janets Mann kennen zu lernen und zu sehen wie sie wohnt. Und obwohl sie beide arbeiten, ist in diesem Haus keine Spur von Luxus vorhanden… Zwei Nachbarinnen kamen dann noch vorbei, um den Mzungu in Janets Haus zu grüssen und die Tochter der einen konnte kaum aufhören mich anzuschauen. Sie wollten, dass ich auch noch ihre Familien grüssen gehen und wieder einmal mehr, war ich von der kenianischen Gastfreundschaft und Herzlichkeit berührt… Wir riefen dann Mwangi an, um uns mit dem Motorbike nach Hause zu fahren. In der Ferne konnte man Nairobi sehen, es war eine sternenklare Nacht und weit und breit waren wir das einzige Fahrzeug. Leah und ich fanden beide, dass wir noch Stunden so hätten weiterfahren können, denn auf dem Motorbike fühlt man sich irgendwie immer so extrem frei und leicht.

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