Lager in Nakuru

Am Montagmorgen verluden wir die Kinder in den Bus und machten uns auf den Weg Richtung Nakuru. Ein Mitglied unserer Kirche hat dort eine Ferienanlage und mit einer Gruppe Jugendlicher, hatten sie für Maisha Mema ein Lager organisiert. Die Teacher aus Soweto, sowie wir aus Tigoni, begleiteten unsere ungefähr 110 Kinder ins Camp. Während den nächsten Tagen, hatten die Kinder ihr Programm, bei dem es vor allem darum ging, Talente zu entdecken und für Präsentationen vorzubereiten. Wir als Maisha Mema Team, waren mehr oder weniger dort, um auf die Kinder aufzupassen. In diesen Tagen lernte ich viele der Kinder noch einmal besser kennen und obwohl es manchmal anstrengend wurde (zum Beispiel wenn ich am Abend in 8 Zimmern Nachtruhe machte), konnte ich es geniessen. Während die Kinder im Programm waren, halfen wir in der Küche, sassen im Garten und tranken Chai, nahmen selbst am Programm teil oder spielten Dart, was für uns alle mehr oder weniger ein Glücksspiel war ;). Wenn die Kinder aus ihrem Programm kamen, setzte ich mich irgendwo hin mit ein paar Kindern und besonders die Mädchen aus Soweto genossen es, mir die Haare zu machen. In diesen Tagen merkte ich noch einmal mehr, wie wichtig dass es ist, diesen Kindern mit Verständnis und Geduld zu begegnen. Sie alle haben ihre ganz eigene Geschichte und um ihre wilde und laute Art zu verstehen, muss man immer daran denken, woher sie kommen. Und wenn sie sich einem öffnen, ist es so wichtig einfach ein offenes Ohr zu haben, um das zerbrechliche und trotzdem so starke Vertrauen nicht zu zerstören... Als wir dann am Freitag wieder zu Hause ankamen, wurde mir plötzlich bewusst, dass das Ende des Lagers für mich bedeutete, dass die letzte Woche hier angefangen hat. Und um diese Woche noch einmal richtig zu geniessen, ist es nötig einfach nicht an Morgen zu denken, sondern einfach jeden einzelnen Moment aufzusaugen und zu geniessen...

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